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Badwater 2006

 

Ein Bericht von Jürgen Ankenbrand, Supporter für Günter Böhnke beim Badwater 2006.

 

Jeder erwartet, dass Badwater heiß & trocken ist.

Wenige Läufer erwarteten Regenstürme, Donner & Blitz innerhalb und rings um Death Valley, aber so kam's.

 

Die Woche zuvor und während des Laufes war es durch den Regen sehr schwül, was vielen stark zu schaffen machte und die Ergebnisse waren auch durch etwas langsamere Zeiten beeinflusst.

 

Nach dem ich diesen Lauf schon zwei mal schaffte, crewte ich diesmal einen sehr guten Deutschen Läufer, Günter Böhnke, den Desert Fox # 71 der als erster Deutscher Läufer und # 14 in der Gesamtwertung ankam. Eine tolle Leistung, wobei natürlich seine sehr gute Crew eine kleine Rolle dabei spielte.

 

Da ich in 2003 den Robert Wimmer (Trans Europa Lauf Gewinner) gecrewed hatte, hatte ich bestimmte Erwartungen, wie das laufen sollte. Aber jeder hat seinen eigenen Stil und so lief es etwas anders, aber der Günter war in guten Händen und schlug sich sehr gut. Er verbesserte sogar seine 2004er Zeit um etwa 1.5 Stunden, nicht schlecht bei diesen Umständen.

 

Seine 10-tägige Vorbereitung in Death Valley vor dem Lauf hat sich da bestimmt bemerkbar gemacht. Wie bekannt, von nichts kommt nichts, was hier wieder mal bewiesen wurde.

 

17 DNF’s (did not finish) waren zwar nicht die meisten, aber im Schnitt mehr als sonst wegen des schwülen Wetters. Wenn auch der Regen und das Gewitter meist außerhalb von Death Valley fielen, zog sich die Feuchtigkeit doch ins Tal und machte seinen Effekt merkbar.

Da Günter seinen Lauf schon am Dienstag Abend etwa um zehn Uhr absolviert hatte,  konnten wir die Nacht schon schön in einem Bett schlafen, was allen gut tat. So kamen wir am Mittwoch Nachmittag noch mal zur Ziellinie um die letzten Läufer zu sehen wie sie sich mühsam den Berg rauf quälten.

 

 

Ein Läufer lehnte sich so sehr zur Seite (wegen Schmerzen nehmen wir an) dass wir dachten er würde gleich umfallen. Aber sogar er schaffte es am Ende doch noch sich  vor den 60 Stunden über die Ziellinie zu schleppen.

 

Da waren wirklich heroische Läufer auf der Strecke,  besonders auf den letzten paar Kilometern wo einige wie geschlagene Krieger aussahen aber sich doch über die Ziellinie quälten. Eine wahre Leistung der Sinnesgewalt, wofür alle volle Anerkennung erhalten sollten.

Warum kommen da jedes Jahr über 80 Läufer von über 14 Ländern  nach Death Valley um sich mit dem Kurs zu messen? Die Deutschen, die schon seit langem die zweitgrößte Gruppe nach den Amerikanern stellen ,scheinen von Death Valley wie von einem Magneten angezogen zu sein.

 Der Badwater 135 Meilen Lauf hat mittlerweile weltweiten Ruhm errungen und jeder Läufer, der was auf sich hält, fühlt sich angezogen, sich gegen den Kurs zu messen und sich der Affenhitze auszusetzen.

Egal wie man persönlich zu Kostman, dem Race Direktor steht, eins muss man ihm lassen: Er ist ein guter Organisator, besonders wo es nicht leicht sein kann, sich mit den vielzähligen  Behörden rum zu schlagen. Alle haben Regeln, die befolgt werden müssen, um das Rennen jedes Jahr wieder zu veranstalten.

   

Die fast 150 Autos oder SUVs mit fast 450 Leuten besetzt auf der Strecke weiter zu bewegen ist nicht immer leicht, obwohl alle in drei Startgruppen auf die Strecke geschickt werden. Aber so weit hat alles hingehauen und hoffentlich haben wir einen erneuten Lauf in 2007.

  

Alle deutschen Läufer haben das Ziel erreicht und gezeigt wie man in Deutschland läuft.

Alles in allem ein paar schwere aber erfolgreiche und tolle Tage in der Affenhitze und Schwüle des Tal des Todes.

 

Bis nächstes Jahr, wenn man bestimmt eine weitere Anzahl von Deutschen Läufern in Kalifornia’s Death Valley sehen wird.

 

Jürgen Ankenbrand, der Ultra Kraut. 2 x Zieleinlauf  & 2 x gecrewt. Wahrscheinlich meine letzte Vorstellung im Death Valley. 

 

 

 

Jürgen Ankenbrand, der Ultra Kraut aus Nürnberg, lebend in Kalifornien

 

e-mail: Ankenbrand@aol.com

Webseite: www.photographybyjurgen.com

 

Alle Bilder Copyright Jürgen Ankenbrand

 

Englische Version von Jürgen:

 

Badwater is supposed to be HOT & DRY.

Few people were prepared for thunder storms, lighting and high humidity.

But such was the case the week before, during and after the Badwater race this year.

Having finished the event twice myself, I crewed a very good German runner, the Desert Fox ( # 71), Guenter Boehnke from Germany who has finished this event 2 years ago.

 

A reliable and well harmonizing crew is a must to ensure a well crewed race and the eventual finish of your runner.

Crewing Robert Wimmer in 2003 (the Trans Europe winner at the Lisbon to Moscow run) I had certain expectations about how the crewing should take place.

People have different personalities and ways of doing things which became apparent quickly.

 

Our team knew each other from before, but the organization was not as well done as could have been. As the back-up & supply driver I stayed mostly in the back ground and let the other three do most of the actual support, which was fine with me. Our runner, the Desert Fox, did well knocking off some time from his previous try, not a bad feat under the humid conditions this year.

 

The 17 DNF’s give an indication that this year’s race was tougher, mostly due to the hot but very humid weather conditions. Although the thunder storms happened mostly outside of the actual Death Valley, the moister carried over and “invaded” Death Valley as well.

 

Having finished the race on Tuesday later evening we came back to the finish line on Wednesday and saw some runners barely “crawling” up the long & steep hill. One runner’s body actually was leaning several inches to one side (due to some pain I assume) looking like he was about to fall over, but he eventually made it to the finish line. There were some truly heroic last hour/minutes efforts by some of the “end of the pack runners” and they surely deserve an “A” for the extra effort they displayed.

 

No matter what some think of Chris Kostman as a person, he does a great job organizing this event which is no small feat. Dealing with several government agencies can’t be easy. Adding some “inappropriate” behavior by some crews along the route adds a degree of danger to all on the road and will have to be dealt with by Chris and the authorities, I am sure. Keeping over 150 vehicles and perhaps 400 – 450 people moving along a 135 mile stretch of desert is certainly a challenge, which so far has been met by all, hopefully assuring another race in 2007?

 

Jürgen Ankenbrand, the Ultra Kraut (2 x finisher & 2x crewing – last time I think). 

 
www.photographybyjurgen.com - my OWN web site, 1,300 images

http://www.runtheplanet.com/content.php?page=main&italia=0&include=pages/refer/hotshoes.php#archive - Jürgen's images on world's largest running web site called RTP (run the planet).

http://www.orato.com/node/550 - Jürgen's published Jesper World-Run article