[ Home ] Suchen

[ Home ]

_______________

Bericht von Bahri Gül, Supporter von Gunnar Nilsson beim Badwater 2006

Der Erfolg beginnt immer erst im Kopf - ohne gedankliche Vorbereitung und geeignte Lauftaktik zum garantierten Mißerfolg im "Battle of Badwater"!

 
Der Badwater Ultra Marathonlauf ist auch für Supporter eine sehr große Herausforderung, Verantwortung und Erfahrung zugleich. Ohne ein eingespieltes Team mit klarer Aufgabenverteilung könnte der Läufer mit seinem Traum scheitern, da der Erfolg des Läufers von seinem Team direkt abhängt. Ohne ein eingespieltes Team wäre der Läufer definitiv aufgeschmissen. Als Supporter muss man sich um alles kümmern, von der Eisbeschaffung bis zur Massage.
 
Im letzten Jahr (2006) haben zwei weitere Supporter und meine Persönlichkeit den Läufer "Gunnar Nilsson" aus Schweden beim Badwater Ultramarathon unterstützt. Obwohl wir als Supporterteam sowohl in der Vorbereitung als auch im Wettkampf selbst bestens engagiert waren, aus meiner Sicht sogar mehr als der Läufer Gunnar Nilsson selbst, der nach 40 Meilen den Lauf aufgeben musste, weil er gedanklich auf das Rennen nicht ausreichend vorbereitet war. Ihm fehlte einfach die mentale Stärke und zu dem die richtige Ausrüstung (bei 56 Grad im Schatten lief er in schwarzen Laufklamotten, bis er merkte, dass es ihm nach 10 Meilen zu heiß wurde). Unsere Empfehlung hat er schlicht ignoriert.
 
Meine Empfehlung an zukünftige Läufer ist, dass man sich auf das Rennen mental sehr gut vorbereiten sollte. Am besten eine Lauftaktik entwickeln, d.h. konkret die gesamte zu bewältigende Laufstrecke in Teilstrecken unterteilen und Sollzeiten definieren. Ohne eine Lauftaktik - ist meine Meinung- wird man wahrscheinlich bei dienem härtesten Marathonlauf der Welt scheitern, allein die körperliche Stärke reicht nicht aus. Die Hitze saugt einem sogar die Flüssigkeit aus den Augen, man muss ständig trinken.
 
Ein weiterer Augenmerk sollte man auch seinem Supporter-Team werfen und klare Regeln treffen, wer was zu tun hat, ansonsten sind Konflikte im Team unvermeidbar. 
  
Die Naturkulisse im Death Valley erschlägt einem regelrecht, Nachts die Sterne und der Sonnenaufgang über der Wüste sind unbeschreiblich schön gewesen, würde ohne bedenken nochmals daran teilnehmen wollen.
 
Wünsche allen Teilnehmern in diesem Jahr viel Erfolg!
 
Bahri Gül